Am Mittwoch, den 17. Dezember 2025, haben wir – gemeinsam mit vielen anderen Apotheken deutschlandweit – uns an der Protestaktion „Versorgungsblackout“ beteiligt, zu der die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. aufgerufen hat. Ziel dieser Aktion war es, auf die seit Jahren kritische wirtschaftliche Lage der Vor-Ort-Apotheken aufmerksam zu machen und wichtige politische Forderungen in den Blick zu rücken.
Warum es diesen Aktionstag gab
In den letzten Jahren sind die Rahmenbedingungen für Apotheken immer schwieriger geworden. Besonders das Honorar für die Abgabe verschreibungspflichtiger Medikamente – das sogenannte Apotheken-Fixum – wurde seit mehr als 13 Jahren nicht erhöht, obwohl gleichzeitig die Kosten für Energie, Personal und Miete stark gestiegen sind. Diese langfristige Unterfinanzierung gefährdet zunehmend die wirtschaftliche Existenz vieler Apotheken und damit auch die flächendeckende Arzneimittelversorgung vor Ort.
Im Koalitionsvertrag war zwar eine Erhöhung des Festhonorars vorgesehen, diese wurde im aktuellen Entwurf des Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetzes (ApoVWG) aber nicht umgesetzt. Diese Diskrepanz war ein zentraler Auslöser für den Protest.
Das passierte am 17. Dezember
Unter dem Motto „Versorgungsblackout“ schalteten zahlreiche Apotheken – darunter auch wir – am 17. Dezember für einen Zeitraum das Licht aus und arbeiteten nur mit Notbeleuchtung, um symbolisch darzustellen, wie ein tatsächlicher Versorgungsengpass aussehen würde. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trugen schwarze Kleidung, es wurden Plakate und Informationsmaterialien eingesetzt, und Kundinnen und Kunden wurden vor Ort über Hintergründe und Forderungen informiert.
Trotz dieser visuellen Eindrücke blieben die Apotheken selbstverständlich geöffnet – die Aktion zielte auf Aufmerksamkeit und Information, nicht auf Einschränkungen bei der Versorgung.
Bundesweite Beteiligung und mediale Resonanz
Die Protestaktion stieß auf breite Beteiligung: Tausende Apotheken im ganzen Bundesgebiet machten mit und setzten damit ein deutliches Zeichen gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Über die Sozialen Medien verbreitete sich die Aktion unter dem Hashtag #versorgungsblackout weitreichend, und auch mehrere überregionale Medien berichteten über den Aktionstag und die Hintergründe.
Unsere Botschaft an Politik und Gesellschaft
Mit dieser gemeinsamen Aktion wollen wir verdeutlichen, dass Vor-Ort-Apotheken mehr sind als Abgabestellen für Medikamente: Wir tragen täglich zur Patientenversorgung bei – mit fachlicher Beratung, Notdiensten, Impfungen, Medikamentenversorgung und vielem mehr. Damit dies auch in Zukunft möglich bleibt, fordern wir eine angemessene Anpassung des Apothekenhonorars sowie zukunftsfähige Rahmenbedingungen für die pharmazeutische Versorgung vor Ort.
Für weitere Informationen zur Aktion und den Forderungen der Apothekenverantwortlichen verweisen wir auf die Informationsseite www.gesundheitsichern.de und die Veröffentlichungen der ABDA auf https://www.abda.de/.